Band: Doc Biosa    
Contact: Daniel Kühlenthal/ Erlenweg 3/ 56075 Koblenz
Release: MR 002 Doc Biosa "lao"
Hörprobe: 20 und weg  
     
Angst davor, Käfig voller Affen, Jeder Weg, Sommervormittag, Holodeck, Alles kalt, Zwanzig und weg, War's das?
Review:    

Das große Thema dieser Platte heißt Freundschaft, sicherlich verbunden mit den anderen zwischenmenschlichen Kleinigkeiten, die es uns oft so schwer machen, aber in erster Linie eben Freundschaft. Das ist nicht politisch, zumindest nicht konkret, aber irgendwie wirklich nett. Klar könnte es sprachlich ein bißchen ausgefeilter sein und für mich als eingefleischten Star Trek.Hasser und -Verächter hätte es auch des Holodecks als bildhaften Vergleichs nich bedurft, aber für eine Nachwuchsband ist das was DOC BIOSA hier als Debüt abliefern weit über dem Durchschnitt. Es geht um gemeinsamen Spaß, um's Feiern, um's Älterwerden (Zwanzig und weg) und Entfremdung. Und gerade da wo's ernster wird, wird die aufkommende Melancholie von einer selten gehörten Leichtigkeit aufgefangen, sprich sie wächst sich nicht zur Depression aus. "Lao" ist eine selbstproduzierte Sache, wahrscheinlich kommt es daher, daß man gelegentlich vom Sound her den Eindruck gewinnt, es handele sich um das Demotape einer Schüler-Combo vom Gymi um die Ecke. Sieht man davon ab, geht's musikalisch in Richtung KNÜPPELDIKTION als auch BUT ALIVE. Der Gesang hat zwischendurch was von THE JINXED. Bleibt festzuhalten, daß es ne gut hörbare Deutschpunk-Scheibe und das sich wohl jeder von uns zumindest in einigen dieser acht Songs wiederfinden kann. Unterstützenswert. (Plastic Bomb Nr. 20)