Band: Die Blumen des Bösen    
Contact: Severin Schöllhammer/ Burgstr. 17/ 72639 Neuffen
Release: MR 001 "Übermut werde Spaten" PicLP & MR 006 "Damals, vor 2 Sekunden" LP
Hörprobe: no llorarè + ersetzt
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Meister des Zufalls, Kein Tag ohne Revolution, Entre dos lenguas, Angst, Krieg der Plakatkleber, Ersetzt, Puppe, No lloaré, Wilde bunte Kinder, Geisterfahrer, Doktor Allwissend, Betrug, Weißes Blut
Albert, Skelett, Netz aus Glas, Tier, Regenkatzen, Son los dias, Sus, Glückliche Depression, Confusión, Ge-X-teilt, Das Erbe, Kreatur, Oktober
     
Review:

"Übermut werde Spaten" PicLP Ein weiteres Schmuckstück auf Matatu Rec.. Die Stuttgarter BLUMEN DES BÖSEN machen keinen Punkrock im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr eine deutschsprachige Variante von CHUMBAWAMBA zur "Slap"-Zeit mit hochpolitischen Texten, die eine direkt Verwandtschaft zum Hippietum nicht leugnen können. Das wird viele vom Kauf abschrecken, aber ebenso viele auch zum Kauf reizen können. Eine Platte, an der sich die Geschmäcker sehr extrem scheiden werden. (Plastic Bomb Nr. 22)

"Damals, vor 2 Sekunden" LP Getragen von Melancholie und Trauer suhlen sich die Blumen des Bösen zwischen Tragik und Schmerz, zwischen Wohlgefühl und dunkler Depression. Es ist ein düsterer Endzeit-Sound mit Saxophon, Querflöte und Keyboard, aus dem die klare, helle Stimme der Sängerin wie ein Lichtkegel herausragt. Die Texte sind sehr lyrisch und gefühlvoll. Sie passen zu ihren Labelkollegen VERBRANNTE ERDE und KLAUS APFEL, auch wenn jene Bands punkiger sind. Wer gerne ruhige, melancholische Musik hört, darf hier nicht lange zögern. (Plastic Bomb Nr.30)

War ein ganz schön hartes Stück Arbeit, sich diese Platte durchzuhören. Nicht weil die Band schlecht ist, sondern weil mir so eine Platte recht selten begegnet. Düsterer EmoWavePunk schallt mir entgegen, begleitet von allerlei "punkfremden" Instrumenten, wie z.B. Querflöte oder Saxophon. Dazu kommt noch äußerst charismatischer Gesang und fertig ist die Platte zum gepflegten Selbstmord. Auf keinen Fall für punkrockgewöhnte Ohren eine leicht verdauliche Platte, doch man merkt schnell, dass diese Platte etwas besonderes (von mir aus auch etwas mystisches) hat, was sich aber nicht genau definieren lässt. Hat irgendwie so einen Liedermacher-Flair, das Ganze. (OX Nr.36) .