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Die mir bisher unbekannten d.h. sind nach den KAFKAS die zweite
große Überraschung der letzten Monate aus Deutschland,
die ich - gegen den ausdrücklichen Willen der Band - jetzt
mal in die emo-Schublade stecke. Klar ist das unfair und diese Beschreibung
trifft "kurze Hose, Holzgewehr!!!" auch nur ungefähr
aber vielleicht wird auf diese Weise der eine oder andere auf dieses
Goldstück aufmerksam. Mit Deutsch-Punk assoziiere ich zu viele
negative Dinge und der Vergleich zu den BOXHAMSTERS und MUFF POTTER
ist - wenn hier auch angebracht - inzwischen ausgelutscht. Die Musik
von d.h. steht für sich und ein Stück wie "Schiffe
versenken" oder "hier & jetzt" braucht kein Etikett
um sich direkt in mein herz zu fressen. Umgekehrt steckt hinter
jedem der zehn songs eine Menge Herzblut, was sich neben den sehr
persönlichen Texten vor allem auch in der unpeinlichen melancholischen
Stimmung des Albums bemerkbar macht. Für "Konsumbrot",
ganz am Ende der Scheibe, fehlen mir dann die Worte: das Ding geht
ganz tief und bestimmt nicht nur wegen den hervorragenden Streicher-
und Bläsersätzen. volle Punktzahl, Lieblingsalbum. (40:07)
WWW.SELLFISH.DE
Das neuste Scheibchen aus dem Matatu-Stall beschert uns 10x großartigen
Punkrock à la Boxhamsters (teils poetische, teils nachdenkliche,
sehr gute dt. Texte; Musik aber nicht so schnell), dazu ein Schuß
"Emo" der härteren Art (etwa wie bei Turbostaat),
zwei Sänger, die sich perfekt ergänzen, als Schmankerl
werden auch mal Klavier oder Saxophon eingebaut. Das Songwriting
läßt keinen Zweifel, dass die vier schon länger
dabei sind. Die schöne Cover-Aufmachung und das beiliegende
Textblatt passen in das positive Gesamtbild.
FLIGHT13
Kurze Hose, Holzgewehr!!! Matatu , 2002
Und noch eine bemerkenswert gute Band aus heimischen Breitengraden,
die sich im weitesten Sinne zwischen den Polen Oma Hans (druckvoller,
treibender Sound), Boxhamsters (Gesang, Abwechslungsreichtum, Texte)
und Muff Potter (auch mal ruhige Töne, eingängige Songs)
einfindet. Dabei wird nicht nur mit durchgetretenem Gaspedal gerockt
(siehe Turbostaat), sondern auch mal Zeit und Platz gelassen für
bedächtige, atmosphärische Töne und verträumte,
aber nie daddelige Passagen, die entfernt auch mal an ganz frühe
Notwist erinnern.
GREEN HELL:
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